Aktivitäten

Hornissenschutz an der Schule

Rainer Hanke vom NABU ist ausgebildeter Hornissen- und Wespenberater. In dieser Eigenschaft berät er natürlich keine Wespen und Hornissen, sondern Ratsuchende, die plötzlich mit einem Hornissennest auf ihrem Grundstück oder in ihrer unmittelbaren Umgebung konfrontiert sind. Beharrlich hält sich der Aberglaube, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd und drei Stiche einen Menschen töten können. Rainer Hanke hat mehrere Lehrgänge absolviert, die ihm jetzt befähigen, ein Hornissennest umzusetzen. Das heißt, das Nest von seinem ursprünglichen, an einen konfliktfreien Standort zu bringen. Aber nicht das Umsetzen steht an erster Stelle der Tätigkeit als Hornissenberater, sondern die Aufklärung der Betroffenen darüber, dass ein Zusammenleben mit den überaus friedlichen Tieren bei Beachtung einiger Regeln möglich ist. Das Umsetzen eines Hornissenvolkes stellt immer einen schweren Eingriff in die Abläufe eines Staates dar. Deshalb ist vor dem Eingriff eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde zu beantragen.

Rainer Hanke geht mit seinem Wissen gern an Schulen und vermittelt den Kindern in lockerer Form den Jahreszyklus der Wespen und Hornissen, deren Lebensgewohnheiten und auch die trotzdem notwendigen Verhaltensregeln. Nur so kann der immer noch bedenkenlosen Vernichtung von jährlich ungezählten Hornissen- und Wespenvölkern entgegengewirkt werden.

Am 14. April 2008 gestaltete er zusammen mit der Biologielehrerin an der Mühlhäuser Tilesiusschule, Frau Mack-Rymatzki den Biologieunterricht. Er fand in den Schülern aufmerksame Zuhörer und musste noch jede Menge von Fragen beantworten.

Schule 01
Schule 02
Zu der oftmals notwendigen Ausrüstung beim umsiedeln eines Hornissenvolkes gehört eine richtige Imker-Schutzausrüstung. Die Schüler wollen es natürlich ausprobieren.
Rainer Hanke erklärt den Aufbau eines Wespennestes