Aktivitäten

Amphibienschutz

Der NABU betreut im Eichsfeldkreis zurzeit sieben Gebiete bei der jährlichen Amphibienwanderung. Dabei hat er eine Gesamtlänge von etwa sechs Kilometern zu überwachen. Es wird nur die Wanderung zum Gewässer betreut. Schon vor zwei Jahren wurde im Altkreis Worbis die erste stationäre Anlage durch das Straßenbauamt errichtet. Sie entstand im Rahmen eines grundhaften Ausbaus der L1012, von Kirchohmfeld nach Holungen. Hier wurde 2007 und 2008 durch ein Monitoring die Funktionsfähigkeit der Anlage überwacht. Im Herbst wurden an der damaligen B80, der heutigen L3080 fünf Durchlässe für die Amphibien eingebaut. Zwei schon vorhandene Wasserdurchlässe werden mit einbezogen. Die Leiteinrichtungen sollen in diesem Jahr folgen. Auch an diesem Abschnitt wurde die Funktionsfähigkeit während der Wanderung überprüft. Dazu wurden die fehlenden stationären Sperreinrichtungen noch durch das bekannte Nylongewebe ersetzt. Auch hier nahmen die Tiere die Tunnel an. Die restlichen Wandergebiete, Reifenstein, Niederorschel, Zwinge und Breitenbach werden mit dem Nylongewebe und Eimern betrieben. In diesem Jahr wurde ein neuer Standort eröffnet. Am Sonnenstein, zwischen Holungen und Brehme. Die jährliche Amphibienschutzaktion stellt für die Aktiven des NABU immer eine Herausforderung dar. Nicht nur das zweimal tägliche Begehen der Zäune bei oftmals schlechter Witterung bei manchmal fünfwöchiger Dauer der Wanderung, auch das auf- und abbauen der Zäune am Anfang und am Ende der Wanderung kostet viel Mühe. Für das Aufwickeln der Netze "konstruierten" die Aktiven eine Haspel, welche eine wirkliche Erleichterung darstellt. Der Hauptorganisator der Amphibienbetreuung ist unser Freund Reinhard Koch. Er macht es immer wieder möglich, dass zu den Auf- und Abbauterminen genug Helfer zur Verfügung stehen. Aber auch das täglich Aufsammeln der Amphibien und die Erfassung laufen unter seiner Regie zuverlässig. Der Zaun zwischen Niederorschel und Breitenworbis wird vorzugsweise von Jugendlichen unter Ralf Peiler betreut. Die erfassten Tiere werden schon während der Aktion im Internet unter www.amphibienschutz.de eingegeben und laufend aktualisiert. In die Netze oder besser in die Eimer gehen uns hauptsächlich Erdkröten, Bergmolche, Teichmolche, Grasfrösche, Kammmolche und Fadenmolche (nach ihrer Häufigkeit).

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