Eichsfelder Schwalbenprojekt

Mit dem Eichsfelder Schwalbenprojekt möchte der NABU Obereichsfeld zwei typische Vogelarten der Siedlungsbereiche stärker in das öffentliche Interesse rücken. Rauch- und Mehlschwalben haben in den letzen Jahren z. T. dramatische Bestandsrückgänge zu verzeichnen. In Thüringen werden beide Arten auf der Roten Liste als gefährdet geführt.

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an Schulen des Landkreises wollen wir während drei Jahren (2011 bis 2013) Rauch- und Mehlschwalben an ausgewählten Orten erfassen, die Entwicklung ihres Bestands im Eichsfeld dokumentieren und Schutzmaßnahmen umsetzen.

Lea und Marie

Lea und Marie beim Bebachten der Schwalben

Präsentation des Schwalbenprojektes als PDF (Größe 2,9 MB)

Präsentation der Ergebnisse des Schwalbenprojektes als PDF (Größe 3,8 MB)

Bestandssituation von
Rauch-und Mehlschwalbe im Eichsfeld

Rauchschwalben besiedeln vor allem Orte mit landwirtschaftlichen Betrieben, da sie bevorzugt in genutzten Stallgebäuden ihre Nester bauen. Je nach Größe des Stallgebäudes und des Viehbestandes ist die Anzahl der Brutpaare unterschiedlich hoch. Meist handelt es sich nur um 1-2 Brutpaare pro Gebäude, Brutvorkommen mit mehr als 10 Brutpaaren sind nur in großen Stallanlagen anzutreffen und im Landkreis selten.

Mehlschwalben dagegen sind in allen Orten des Landkreises als Brutvögel anzutreffen, da sie in der Wahl ihres Brutplatzes anspruchsloser als die Rauchschwalben sind. Die Nester finden sich an älteren Gebäuden aber oft werden auch Neubauten zum Nestbau angenommen. Gerne brüten Mehlschwalben in größerer Zahl an den Gebäuden, Nesterzahlen von mehr als 10 sind daher keine Seltenheit. Aber auch Einzelbruten treten regelmäßig auf.

Gefährdung von Rauch- und Mehlschwalbe

Allgemeine Gründe für den Rückgang der Schwalbenarten sind vielfältig:

Daneben gibt es weitere konkrete Gefährdungen, denen im Rahmen des Projektes durch Maßnahmen begegnet werden soll:

Schutzmaßnahmen für Rauch- und Mehlschwalbe

Im Projekt halten wollen wir folgende Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Schülern, Hauseigentümern, Landwirten und Kommunen umsetzen:

Schwalbenhaus

Erstes Eichsfelder Schwalbenhaus in Schönhagen

Kontakt

Wenn Sie uns ihre Beobachtung eines Schwalbennistplatzes mitteilen wollen oder einen Ort vorschlagen möchten, wo es sinnvoll wäre ein Kotbrett anzubringen oder andere Schutzmaßnahmen vorzunehmen, würden wir uns freuen, wenn Sie Kontakt aufnehmen:

Eichsfelder Schwalbenprojekt
vorstand@eichsfeld.nabu-thueringen.de

Das Eichsfelder Schwalbenprojekt wird gefördert durch Zuwendungen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) auf Grundlage der Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen (FILET) und der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL). Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.

Infotafelaufstellung in Schönhagen

Die Schautafel in Schönhagen ist von Tamino und Tobias Steinert aufgestellt. Gleiche Tafeln befinden sich im Bärenpark in Worbis, im Johannitergut Beinrode und in der Bildungs- und Ferienstätte in Uder.

Infotafelaufstellung in Schönhagen

Tamino Steinert montiert eine Nisthilfe für Rauchschwalben in der Scheune des Vereins Kuhmuhne Schönhagen.

Am 26. Mai informierte der NABU in der Fußgängerzone in Heiligenstadt interessierte Eichsfelder über die Lebensgewohnheiten von Mehl- und Rauchschwalben und gab auf Wunsch Nisthilfen ab
Infostand

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